Wie ja andere schon richtig gesagt haben, kommt es nicht auf die Größe der Zahl an, sondern darauf dass sie stabil bleibt und die Währung unverändert nachgefragt wird. Allein weil man für alle Dienste Gold braucht, wird keiner Gold als wertlos ansehen und deshalb als Tauschmittel ablehnen.
Das habe ich soweit ja bereits verstanden. Und so lange die Beträge fürs Leveln der Handwerker, für das Vergrößern des Truhenplatzes, fürs Crafting im späteren Spielverlauf und für das Reparieren der Ausrüstung (vor allem auf höherem Level) nicht feststehen, kann man dazu kaum etwas Abschließendes sagen. Doch vom "Feeling" her, würde ich einfach Beträge bevorzugen, die "nullenmäßig" nicht der erwarteten Casualgamerfraktion von D3 entsprechen.
Realistisch betrachtet ist auch Gold in Diablo2 nicht wertlos. (...) Wenn man die bessten Items im Glückspiel gewinnen könnte, würden Unsummen da hinein fließen. Und Items im Tradeforum würden trotzdem für Millionenbeträge die Besitzer wechseln, weil man soviel Gold bekommen muss durch seine Verkäufe um dann weiter Glückspiel betreiben zu können. Eine alte Rüstung im Glückspiel kostet 800.000Gold. Überlege mal einer was man da für Gold investieren müsste bis man Tyraels macht zieht.
Realistisch betrachtet, hast Du natürlich Recht. In der Praxis, das weisst Du, nicht so ganz. Niemand geht im Glücksspiel auf Rüstungen, - die meisten kaufen Amulette und Ringe (oft als Craftmaterial) und Reife. LowLevel Gambling lassen wir mal aussen vor.
Und ebenso realisitisch betrachtet wechseln Diablo2 Items im Tradeforum für Millionenbeträge den Besitzer. Es gibt ja Personen die Gold für Edelsteine kaufen. Wie viel Gold bekommt man gerade für 1PG - 100.000, oder 1.000.000?
Eine Ist ist 100PGs wert (naja, teilweise nur noch 40, aber das machts jetzt einfacher für das Beispiel) und ein [UNIQUE]Herald of Zakarum[/UNIQUE] 3Ist. Wären nach Diablo3-Standards 30.000.000 bis 300.000.000 Gold für den besten Schild im Spiel.
Genau das ist ja der Punkt! Wenn ich in im Tradeforum von D2 240.000.000 Gold für einen Herold von Zakarum biete, und der Verkäufer 100 Chars bereitstellen müsste (ganz abgesehen von den Goldbeträgen, die Llv 1 Chars "in die Hand" nehmen können), dann würde das so nicht funktionieren. Deswegen sind niedrigere Goldbeträge (beim Aufsammeln und Ausgeben) einfach praktikabler. Und vom "Feeling her" -> siehe Englische Pfund/Italienische Lira Beispiel weiter oben.
Wichtig festzuhalten ist an dieser Stelle, nicht dass man große Beträge für sehr gute Items bezahlen wird, sondern dass man tatsächlich in Gold handelt. Und wenn man in Gold handelt, dann sollten gute Gegenstände eher mehr, als weniger kosten. Denn wenn man auf seinen Goldbeutel schaut und nicht genug Gold hat, um sich das beste Item im Spiel zu kaufen, dann ist das bei weitem besser, als wenn man auf seinen Goldbeutel schaut und damit von dem besten Item im Spiel mehr kaufen kann, als man Charaktere hat und der Beutel dann immernoch nicht leer ist.
Auch das (ich wollte das Zitat nicht kürzen, um den Sinn nicht zu entstellen), ist wie F(r)og of War) bereits schrieb, einfach eine Frage der zur Verfügung stehenden Goldmenge bzw. wieviel Aufwand es bedeutet, eine gewisse Menge an Gold herbei zu schaffen.
Doch sobald eine Goldmenge für ein Item gefordert wird, die ein Charakter nicht speichern bzw. übergeben kann, ist sofort eine Ersatzwährung etabliert. Denn der Verkäufer, sich dessen bewusst, wird etwas anderes als Gold fordern. Und so weit sollte es erst gar nicht kommen. (Bitte nicht an dieser Stelle wieder das Realmoney-Argument. Hatten wir schon. Meinetwegen HC oder ist auch egal oder Prinzip.)
Gruss, Dietlaib